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Trauer um Mathias Klein PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Maria Ingerl   
Dienstag, den 28. Oktober 2014 um 15:49 Uhr

 

Tief betroffen geben wir die Nachricht vom Ableben von Mathias Klein bekannt, der am 27. Oktober nach kurzer Krankheit völlig überraschend gestorben ist.




 Klein Mathias

 

 

 

Mathias Klein, am 28. Mai 1939 in Parabutsch/Batschka geboren, kam nach Flucht und Vertreibung aus seiner angestammten Heimat im ehemaligen Jugoslawien mit seinen Eltern und seinem Bruder Heinrich unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges nach Bayern.


Die Liebe zur donauschwäbischen Tracht wurde ihm in die Wiege gelegt. Schon als Kind hat er im elterlichen Schneidereibetrieb das Anfertigen der kostbaren Trachten miterlebt und das Schneiderhandwerk von Grund auf erlernt.


1961 trat er in die Landsmannschaft der Donauschwaben - Landesverband Bayern e. V. ein und hat über 50 Jahre für den Verband Hervorragendes geleistet. Mit großer Sachkenntnis und immensem Fleiß hat er, ausgebildeter Schneidermeister und Fachmann für historische Kleidung, zusammen mit Evi Franke aus Miletitsch († 2012) mehrere Zimmer mit Originaltrachten aus unterschiedlichen Orten und Gegenden der ehemaligen donauschwäbischen Siedlungsgebiete ausgestattet. Es sind dies vortreffliche Ergebnisse einer mühevollen, zeitaufwändigen und fachlich großartigen Arbeit, welche dem Haus der Donauschwaben einen eindrucksvollen musealen Glanz verleihen.


Mathias hat sich als fachkundiger Sammler der aus der alten Heimat mitgebrachten Trachten betätigt, sich mit besonderer Sorgfalt der Pflege dieses wertvollen donauschwäbischen Kulturgutes angenommen und in den Nachkriegsjahren mit einem enormen Fachwissen donauschwäbische Trachten in den verschiedensten Ausformungen selbst gefertigt.


Die meisten seinerzeit in Bayern wirkenden donauschwäbischen Trachten- und Tanzgruppen wurden von ihm mit Trachten bester Qualität und Originalität ausgestattet. Seinen Fachkenntnissen ist es auch zu verdanken, dass die Heimatstube der Paraputscher Heimatortsgemeinschaft in Bad Schönborn (Baden-Württemberg) und das Museum im Pfarrhaus von Ratkovo (Parabutsch) mit lebensgroßen Puppen in Original-Parabutscher Tracht ausgestattet wurden; wie er auch Original-Trachten aus verschiedenen Gegenden der Batschka besorgte und diese in einem Raum im "Haus der Versöhnung" in Sombor (Serbien) fachgerecht zur Schau stellte.


Die andere Seite von Mathias Klein war die Musik. Seine Schwägerin Resi Klein (geb. Menrath) und er bildeten in der Zeit von 1968 bis 1984 das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte "Donau-Duo". Die beiden sangen sich mit ihren donauschwäbischen Volksliedern in die Herzen unzähliger Landsleute und Musikliebhaber, bereicherten mit ihren wunderbaren Stimmen eine Vielzahl von Festen, Veranstaltungen und Gottesdiensten und produzierten gemeinsam mit der Blaskapelle  "Original-Donauschwaben"  20 Langspielplatten mit Liedern und Musikstücken aus der ehemaligen Heimat.


 

Mathias‘ Tod hinterlässt eine große Lücke. Wir werden ihn in liebevoller Erinnerung behalten.



Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. Juni 2015 um 21:43 Uhr
 


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